Die 12 am häufigsten gestellten Fragen (sog. FAQs)

1. Können Myome bösartig werden?

Myome entarten nicht, d. h. ein Bösartigwerden von Myomen kommt praktisch nicht vor.

2. Machen Myome immer Beschwerden?

Oft sind Gebärmuttermyome symptomlos, d. h. sie machen keine Beschwerden, obwohl sie relativ groß sind.

3. Müssen Myome ohne Beschwerden behandelt werden?

Nur solche Myome müssen behandelt werden, die auch Beschwerden verursachen. Myome, die keinen „Krankheitswert“ haben oder z. B. die im Rahmen einer Schwangerschaft stören würden, erfordern keine Therapie.

4. Was sind typische myombedingte Beschwerden?

Frauen mit Myomen berichten über ein oder mehrere der folgenden Symptome:

  • verstärkte und verlängerte Monatsblutung
  • Schmerzen im Unterleib
  • Druck, Fremdkörpergefühl oder Schwere im Beckenbereich
  • Schmerzen im Rücken oder in die Beine ziehend
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Druckgefühl auf der Harnblase mit vermehrtem Harndrang
  • selten Druckgefühl auf den Darm, u. U. verbunden mit Schmerzen und Blähungen
  • selten stark vergrößerter Bauchumfang

5. Müssen Myome immer operiert werden?

Behandlungsbedürftige Myome können heute sowohl durch eine Operation – meist minimal-invasiv – als auch durch ein nicht-operatives radiologisches Verfahren erfolgreich therapiert werden. Individuell sollte in einem gemeinsamen Arzt/Ärztin-Patientin-Gespräch nach einer Ultraschall-Untersuchung beraten werden, welches Verfahren möglich und welche Methode aus medizinischen Gründen nicht durchführbar ist.

6. Sind nach der Behandlung durch Embolisation oder mit dem fokussierten Ultraschall die Myome "verschwunden"?

Neben den durch Frauenärzte durchgeführten häufig minimal-invasiven Operationsverfahren zur Myombehandlung gibt es inzwischen auch zwei nicht-operative Verfahren zur Myomtherapie, die von Radiologen in Strahlenkliniken durchgeführt werden.

Sowohl mit der Embolisation als auch durch die Behandlung mit MRT-gelenktem fokussierten Ultraschall wird eine Verkleinerung der Myome, d. h. eine Schrumpfung um 30 bis 50% je nach Methode erreicht.

7. Kann man mit einem Myom schwanger werden?

Eine Schwangerschaft ist auch mit einem Myom möglich, insbesondere dann, wenn es sich um ein kleines und/oder außen an der Gebärmutter befindliches Myom handelt.

8. Wie lange sollte man nach einer Myomoperation mit einer Schwangerschaft warten?

Wir empfehlen 3 Monate nach einer Myomoperation nicht schwanger zu werden. Danach sollte eine Schwangerschaft möglich sein.

9. Was geschieht nach den Wechseljahren mit Myomen?

Mit bzw. nach den Wechseljahren (Menopause) kommt es zu einem Absinken des Östrogenspiegels, eines weiblichen Geschlechtshormons, welches das Myomwachstum stimuliert, so dass die Myome schrumpfen und die mit den Myomen verbundenen Beschwerden verschwinden.

10. Wachsen Myome immer weiter und werden stets größer?

Myome sind gutartige Tumore, deren Wachstum sowohl vom weiblichen Hormon Östrogen als auch vom Hormon Gestagen abhängen. Solange diese Hormone im weiblichen Körper in ausreichenden Mengen produziert werden, also bis zum Durchlaufen der Wechseljahre, kommt es bei den meisten Frauen mit Myomen zu einer langsamen Größenzunahme der Myome. Allerdings gibt es auch Frauen, bei denen die Myome über lange Zeit kaum wachsen und ganz selten auch schon vor dem Klimakterium schrumpfen, bei anderen wachsen sie relativ schnell.

11. Sollte bei einer Gebärmutter mit Myomen eine Entfernung des Organs (Gebärmutterentfernung = Hysterektomie) erfolgen?

Unabhängig vom Lebensalter und unabhängig davon, ob Kinderwunsch besteht oder nicht, ist bei Gebärmuttermyomen prinzipiell immer ein gebärmuttererhaltendes Vorgehen möglich. Entscheidend ist, welche Behandlungsmethode die betroffene Patientin wünscht und welche Beschwerden bestehen.

12. Welche Behandlungsmöglichkeit kommt für Sie in Frage?

Sowohl die operativen als auch die nicht-operativen Verfahren haben Vorteile, aber auch Risiken und Nebenwirkungen. Nicht für jede Patientin ist jedes Behandlungsverfahren geeignet, denn neben Ihren Wünschen sind vor allem die Größe, Lage und Zahl der vorhandenen Myomknoten entscheidend. Ebenso sollte in die Entscheidungsfindung einfließen, ob Sie einen Kinderwunsch haben oder ob Sie prinzipiell einen Erhalt der Gebärmutter wünschen oder nicht.

Welches Verfahren für Sie das Beste ist, sollten Sie also gemeinsam mit einer kompetenten Frauenärztin oder einem Frauenarzt besprechen.

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